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The China Atlas

Praktisches · Geld und Bezahlen

In China bezahlen: Alipay, WeChat Pay und die deutsche Karte

Die girocard allein funktioniert in China nicht. Wie Alipay und WeChat Pay mit Visa oder Mastercard laufen, was App und Bank kosten und wo Bargeld hilft.

Stand: 19 Min. Lesezeit

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Kunden warten hinter Absperrbändern vor der 24-Stunden-Selbstbedienung der Bank of China am Grenzübergang Shenzhen Bay
Die rund um die Uhr geöffnete Selbstbedienung der Bank of China auf dem Vorplatz des Grenzübergangs Shenzhen Bay. Das Schild oben rechts ist zweisprachig: „24 Hour Self-Service Banking“.Grenzübergang Shenzhen Bay, Shenzhen · 深圳湾口岸 · . Foto: TWS LUOK Mingaowpuo, CC0

Mit der girocard allein kommen Sie in China nicht weit, solange sie kein Logo von Visa oder Mastercard trägt. Bezahlt wird dort meist mit dem Handy: Sie hinterlegen eine Visa oder Mastercard in Alipay oder WeChat Pay und scannen einen Code. Etwas Bargeld in Yuan deckt den Rest. Bis 200 Yuan pro Zahlung verlangen die Apps nichts. Darüber addieren sich die 3 % der App und das Entgelt Ihrer Bank für Fremdwährung, bei einer Karte mit 1,9 % auf knapp 5 % des Betrags.

Nudelstand auf einem Nachtmarkt in Shenzhen mit Körben voller Nudeln und Gemüse, oben rechts die Zahlungscodes von Alipay und WeChat Pay
Ein Nudelstand auf dem Nachtmarkt von Liantang in Shenzhen. Oben rechts hängen die Codes von Alipay (blau) und WeChat Pay (grün), ein zweiter WeChat-Code klebt vorn links an der Scheibe.Liantang, Shenzhen · 深圳莲塘 · . Foto: BuSea BaSze Mi HKer, CC0

Wie bezahlt man in China?

Mit dem Handy, in den meisten Fällen. Bargeld und Karte ergänzen die Apps dort, wo das Handy nicht weiterhilft oder eine Gebühr anfällt.

Alipay

Alipay ist die Bezahl-App der Ant Group. Als Besucher hinterlegen Sie dort eine ausländische Karte, und die App bezahlt den Händler in Yuan. Die Oberfläche gibt es in 16 Sprachen, Deutsch eingeschlossen, wie die Pekinger Stadtregierung im April 2024 mitteilte. Ihr Bezahlratgeber auf Deutsch nennt als hinterlegbare Karten Visa, Mastercard, JCB, Diners Club und Discover. Am Stand erkennen Sie die App an einem blauen Schild mit den Zeichen 支付宝 (Zhifubao), wie oben rechts auf dem Foto.

WeChat Pay

WeChat Pay steckt in der Messenger-App WeChat, die in China Weixin heißt, und wird von Tenpay betrieben. Eine eigene App ist nicht nötig: Die Bezahlfunktion liegt im Konto, sie muss nur eingerichtet werden. Laut dem Pekinger Ratgeber nimmt sie dieselben Karten wie Alipay und zusätzlich American Express. Das grüne Schild mit 微信支付 (Weixin Zhifu) zeigt, dass ein Händler sie annimmt. Wer WeChat ohnehin als Messenger nutzt, hat also schon die halbe Einrichtung hinter sich.

Bargeld

Yuan-Scheine sind gesetzliches Zahlungsmittel, und niemand darf sie zurückweisen. Bargeld braucht weder Akku noch Netz noch die Freigabe Ihrer Bank. Ein paar Hundert Yuan in kleinen Scheinen reichen für Taxi, Kiosk und den Stand, an dem der Code nicht scannt. Billig ist es trotzdem nicht unbedingt: Bei den beiden Sparkassen, deren Preise weiter unten stehen, kostet jede Abhebung ein Mindestentgelt.

Karte am Terminal

Eine Visa oder Mastercard funktioniert direkt am Kartenterminal, wenn der Händler das Logo zeigt. Fehlt das Schild, fragen Sie an der Kasse nach, so der Pekinger Ratgeber. Meist betrifft das Hotels und größere Geschäfte. Am Terminal fällt keine Gebühr der App an, das Entgelt Ihrer Bank schon. UnionPay, das chinesische Kartennetz, wird an jedem Terminal auf dem Festland angenommen.

Funktioniert die EC-Karte in China?

Nur, wenn auf derselben Karte auch Visa oder Mastercard steht. Was umgangssprachlich EC-Karte heißt, ist die girocard der deutschen Banken und Sparkassen, und ihr eigenes Netz endet an der Grenze.

Die girocard allein

Ohne Zusatzfunktion ist die girocard nur in Deutschland einsatzfähig, schreibt die Verbraucherzentrale (Stand: 26. August 2026). In China nimmt sie also weder ein Geldautomat noch eine der beiden Apps an, denn beide fragen nach einem internationalen Kartennetz. Für den Supermarkt zu Hause bleibt sie die bequemste Karte, für diese Reise zählt sie nicht.

Die alte Karte mit Maestro

Seit dem 1. Juli 2023 geben Banken kaum noch neue Karten mit Maestro-Funktion aus; ältere Karten bleiben bis zum aufgedruckten Ablaufdatum nutzbar, so die Verbraucherzentrale. Ob Maestro in China funktioniert, ist nicht dokumentiert. Der Pekinger Ratgeber zählt für Alipay und WeChat Pay mehrere Netze auf, Maestro nennt er nicht. Eine Maestro-Karte taugt deshalb höchstens als Reserve, nicht als einzige Karte im Gepäck.

Visa Debit und Debit Mastercard

Eine der Lösungen, die die Verbraucherzentrale beschreibt, ist das Co-Badge: Auf derselben Karte steht neben girocard das Logo von Visa Debit oder Debit Mastercard. Die Berliner Sparkasse führt in ihrem Preisverzeichnis eine Sparkassen-Card im Visa-Debit-System, die Stadtsparkasse München eine Sparkassen-Card Debit Mastercard. Für Alipay und WeChat Pay ist eine solche Karte eine Visa oder Mastercard. Ob die App eine bestimmte Karte annimmt, zeigt sich beim Hinterlegen.

Nudelteller mit Stäbchen in einem Imbiss in Shenzhen, dahinter ein grüner Tischaufsteller mit WeChat-Code und der Tischnummer 05
Ein Tischaufsteller in einem Imbiss im Bezirk Luohu, Shenzhen. Mit dem Code bestellt man über WeChat am Platz und bezahlt mit WeChat Pay; die 05 ist die Tischnummer.Luohu, Shenzhen · 深圳罗湖罗芳路 · . Foto: BAIZEAKITOIU Mingdym, CC BY-SA 4.0

Alipay und WeChat Pay einrichten

Beide Apps folgen demselben Ablauf: ein Konto mit Ihrer Handynummer, eine hinterlegte Karte, der Reisepass, sobald die App ihn verlangt. Gezahlt wird in beiden per Scan. Beide nehmen Karten derselben Netze an: Visa, Mastercard, American Express, JCB, Discover und Diners Club sowie UnionPay.

Alipay: Nummer, Karte, Pass

Laden Sie die App, stellen Sie Deutsch ein und registrieren Sie sich mit Ihrer Handynummer. Ausländische Nummern nimmt Alipay Berichten zufolge an. Die Karte tragen Sie im Bereich für Bankkarten ein. Die Identitätsprüfung kommt in Stufen: Bis zu einem gewissen Betrag zahlen ausländische Nutzer ohne Prüfung, ein Pilotprojekt, das die Wirtschaftszeitung Yicai im März 2024 beschrieb. Darüber verlangt die App einen Ausweis, den Reisepass oder eines von fünf weiteren Dokumenten. Wie hoch dieser Betrag ist, veröffentlicht Alipay nicht.

WeChat Pay: der Weg zur Karte

Die Hilfeseite von WeChat (abgerufen am 7. Oktober 2026) beschreibt den Weg in der englischen Oberfläche: Me, dann Pay and Services, dann Wallet, dort Bank Cards und Add a Bank Card. Sie stimmen den Bedingungen von Weixin Pay zu, tragen Ihre Ausweisdaten ein und laden eine Kopie des Reisepasses hoch, wenn Sie sich damit ausweisen. Eine chinesische Nummer brauchen Sie nicht. Eine deutsche genügt, solange sie SMS empfängt.

Die Anmeldung bei WeChat selbst beginnt mit Nummer und Ländervorwahl. Ein neues Konto kann danach eine zusätzliche Prüfung auslösen, die WeChat auf einer eigenen Seite beschreibt. Ein anderer WeChat-Nutzer scannt dann einen Code auf Ihrem Bildschirm; hilft niemand, bestätigen Sie mit einer Bankkarte oder über WeChat Pay. Ein VPN soll während der Registrierung ausgeschaltet sein.

Scannen oder scannen lassen

An der Kasse gibt es zwei Wege. Entweder scannen Sie den Code des Händlers, tippen den Betrag ein und bestätigen. Oder Sie öffnen Ihren eigenen Zahlungscode und lassen ihn scannen. Geschäfte mit Scanner lesen Ihren Code, Stände mit gedrucktem Schild erwarten, dass Sie ihren scannen. In manchen Lokalen bestellt man auf diese Weise auch gleich das Essen.

Beide Apps erlauben auf Wunsch kleine Zahlungen ohne Passwort. Der chinesische Verbraucherverband rät, diese Option nur bei Bedarf einzuschalten und regelmäßig zu prüfen, welche Apps vom Konto abbuchen dürfen; die Pekinger Stadtregierung gab die Warnung im März 2025 weiter. Mit einem Handy, das unterwegs auch verloren gehen kann, gilt der Rat doppelt.

Was mit ausländischer Karte nicht geht

Eine ausländische Karte in WeChat Pay deckt die alltäglichen Einkäufe auf dem Festland ab. Rote Umschläge, auf Chinesisch Hongbao (红包), also digitale Geldgeschenke unter Kontakten, lassen sich damit nicht verschicken, und Überweisungen an andere Nutzer gehen auch nicht. So steht es auf der Hilfeseite. Alipay hat seine Bedingungen für ausländische Karten weniger ausführlich veröffentlicht. Dazu kommen Betragsgrenzen pro Zahlung, die weiter unten stehen.

Was kostet eine Zahlung mit deutscher Karte?

Zwei Posten können zusammenkommen: die Gebühr der App ab 200 Yuan und das Entgelt, das Ihre Bank auf Zahlungen in fremder Währung erhebt.

Die 200-Yuan-Schwelle

Tenpay, der Betreiber von WeChat Pay, hat die Regel in einer Mitteilung vom 15. Januar 2026 festgelegt. Zahlungen mit ausländischer Karte bis einschließlich 200 Yuan sind gebührenfrei, darüber fallen 3 % auf den gesamten Betrag an. Wird erstattet, kommt die Gebühr anteilig zurück. Die Schwelle gilt pro Zahlung: Eine Rechnung über 201 Yuan kostet 6,03 Yuan Gebühr, weil die 3 % auf den ganzen Betrag fallen.

Für Alipay gilt dieselbe Schwelle laut der Wirtschaftszeitung Yicai, die die Gebühren beider Apps im Juli 2023 als im Wesentlichen gleich beschrieb, und laut dem Zahlungsdienst Wise in einem Ratgeber vom 15. Juli 2026. Alipay selbst verweist in seinen Bedingungen auf eine Serviceseite, statt den Satz zu nennen.

Der Gebührenerlass 2026 für neue Nutzer

Bis zum 31. Dezember 2026 erlässt WeChat Pay diese Gebühr allen, die zum ersten Mal eine ausländische Karte hinterlegen: 90 Tage lang ab der ersten Zahlung, für bis zu 1.000 Yuan Umsatz am Tag, wie Tencent am 27. Mai 2026 mitteilte. Darüber hinaus, oder nach den 90 Tagen, gilt wieder die normale Regel. Alipay hat kein vergleichbares Angebot veröffentlicht.

Das Fremdwährungsentgelt Ihrer Bank

Auf Kartenzahlungen in fremder Währung kann Ihre Bank ein Entgelt in Prozent des Betrags erheben. Es heißt je nach Haus Auslandseinsatzentgelt, Fremdwährungsentgelt oder, bei den Sparkassen, Währungsumrechnungsentgelt. Gemeint ist jedes Mal der Preis dafür, dass eine Zahlung in Yuan auf Ihrem Euro-Konto landet.

Laut WeChat bestimmen das Kartennetz und die ausgebende Bank den Wechselkurs. Ihre Karte wird also in Yuan belastet, und Ihre Bank behandelt die Zahlung als Umsatz in Fremdwährung. Bei der Berliner Sparkasse sind das laut Preisverzeichnis vom 15. Juli 2026 1,9 % für Zahlungen in Fremdwährung außerhalb des EWR, des Europäischen Wirtschaftsraums aus EU, Island, Liechtenstein und Norwegen. Die Stadtsparkasse München nimmt laut Verzeichnis vom 1. Mai 2026 1,75 %. Maßgeblich ist nach den Fußnoten der Berliner Sparkasse die Währung, in der die Zahlung bei ihr ankommt. Für Alipay beschreiben nur Wise und das Vergleichsportal Extrabux eine Belastung in Yuan; von Alipay selbst gibt es dazu keine Angabe.

Beides zusammen: ein Rechenbeispiel

Die Rechnung für eine Karte mit 1,9 % Entgelt, bezahlt über WeChat Pay, umgerechnet zum Referenzkurs der EZB vom 7. Oktober 2026 (1 € = 7,4937 Yuan). Ihre Abrechnung nutzt den Kurs des Kartennetzes, der davon abweichen kann. Beträge gerundet.

RechnungGebühr der AppEntgelt der BankSie zahlenAufschlag
150 Yuan (20,02 €)keine0,38 €20,40 €1,9 %
250 Yuan (33,36 €)7,50 Yuan (1,00 €)0,65 €35,02 €5,0 %
800 Yuan (106,76 €)24 Yuan (3,20 €)2,09 €112,05 €5,0 %

Stand:

Ab 201 Yuan liegt der Aufschlag bei knapp 5 %, weil die beiden Sätze aufeinander aufbauen: 1,03 mal 1,019 ergibt 1,0496. Das Entgelt der Bank fällt auf den Betrag samt App-Gebühr an. Unter der Schwelle bleibt nur das Entgelt der Bank.

Karten ohne Auslandsentgelt

Manche Karten verzichten auf das Entgelt ganz oder teilweise. Die Deutsche Bank nennt für ihre Mastercard Travel kein Auslandseinsatzentgelt, aber ein Währungsumrechnungsentgelt von 0,50 %. Das Beispiel zeigt, warum man im Preisverzeichnis zwei Zeilen zusammenlesen muss; eine Empfehlung ist es nicht. Gesucht sind in jedem Verzeichnis die Zeilen zu Zahlungen „in Fremdwährung“ und „außerhalb des EWR“. Die 3 % der App senkt keine Karte.

Zwei Geldautomaten der ICBC unter einem beleuchteten Schild „24h Self-Service Banking“ in Shenzhen
Der Automatenraum einer ICBC-Filiale im Elektronikviertel Huaqiangbei in Shenzhen. Die Menütafeln über den Geräten sind zweisprachig, „Withdrawal“ steht an erster Stelle.Huaqiangbei, Shenzhen · 深圳华强北 · . Foto: MISZIE BEI WANGUIM, CC0

Bargeld abheben in China

Abheben ist einfach. Was es kostet, steht im Preisverzeichnis Ihrer Bank, und dort zählt vor allem das Mindestentgelt.

Am Automaten

Yuan gibt es an Automaten, die das Logo Ihres Kartennetzes zeigen, so der Pekinger Ratgeber. Mit einer ausländischen Karte sind laut Bank of China bis zu 3.000 Yuan pro Abhebung möglich. Tageslimit und Gebühren legt Ihre eigene Bank fest: Die Stadtsparkasse München erlaubt an fremden Automaten im Ausland bis zu 1.000 € am Tag, rund 7.500 Yuan. Der Betreiber des Automaten kann zusätzlich ein eigenes Entgelt verlangen, worauf die Berliner Sparkasse in ihrem Verzeichnis hinweist. Bietet Ihnen ein Automat oder Terminal an, gleich in Euro abzurechnen, ist die Abrechnung in Yuan meist günstiger, rät die Verbraucherzentrale; die EU-Verordnung 2019/518 verpflichtet den Anbieter, den Aufschlag vorher anzuzeigen.

Was die Sparkasse dafür nimmt

Die Berliner Sparkasse berechnet für eine Abhebung mit ihrer Debitkarte außerhalb des EWR in fremder Währung 2 % des Betrags, mindestens 7,50 €. Die Stadtsparkasse München nimmt 1 %, mindestens 6 €, und dazu ihr Währungsumrechnungsentgelt von 1,75 %. Umgerechnet zum Kurs der EZB vom 7. Oktober 2026:

Abhebungin EuroBerliner SparkasseStadtsparkasse München
1.000 Yuan133,45 €7,50 € (5,6 %)8,34 € (6,2 %)
3.000 Yuan400,34 €8,01 € (2,0 %)13,01 € (3,2 %)

Stand:

In Berlin greift das Mindestentgelt unter etwa 2.810 Yuan. In München greift es bei jeder Abhebung, die in China überhaupt möglich ist: 1 % übersteigt 6 € erst ab 600 €, und 3.000 Yuan sind rund 400 €.

Länderfreigabe in der Banking-App

Geoblocking heißt die Sperre einer Karte für bestimmte Regionen. Bei den Sparkassen steuern Sie sie über Card Control: Unter Ländereinstellungen legen Sie im Online-Banking oder in der App fest, in welchen Ländern und Kontinenten die Karte funktioniert, so das Finanzglossar der Sparkassen. Ob Asien bei Ihrer Karte freigegeben ist, sehen Sie dort vor der Abreise. Unterwegs geht das auch, aber nur mit Datenverbindung für die Banking-App.

Aus Österreich: GeoControl

Bei den Debitkarten der österreichischen Sparkassen ist die Sperre ab Werk eingeschaltet. Die Sparkassengruppe schreibt, GeoControl sei für die Debitkarte automatisch aktiviert; außerhalb Europas ist dann kein Abheben am Automaten möglich. Aussetzen lässt sich die Sperre für höchstens drei Monate, in der App George, telefonisch oder in der Filiale. Die BAWAG beschreibt dasselbe System. Das Bezahlen am Terminal nennt die Sparkasse nicht als eingeschränkt.

Wird Bargeld in China noch angenommen?

Ja. Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel, und der Staat hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass auch Besucher es benutzen können.

Die Regel seit 2020

Die Zentralbank hat das Prinzip im Dezember 2020 in einem Satz festgehalten.

Die Bekanntmachung lässt eine Ausnahme zu: Unternehmen, deren Geschäft, Zahlung und Leistung vollständig online laufen, sofern sie ihre Zahlungswege vorab bekannt geben. Ein Laden, ein Restaurant oder ein Taxi fällt nicht darunter.

Wo der Staat nachhilft

Ein Plan des Staatsrats vom 1. März 2024, das Dokument Nr. 10, fordert Verkehr, Handel, Gastronomie, Unterhaltung, Tourismus und Unterkünfte auf, sich öffentlich zur Annahme von Bargeld zu verpflichten. Außerdem sollen Geldautomaten so umgerüstet werden, dass Besucher mit im Ausland ausgegebenen Karten Yuan abheben können. Und mehr Händler sollen ausländische Karten annehmen.

Euro und Dollar

Preise stehen in Yuan, bezahlt wird in Yuan. Der chinesische Zoll begrenzt Yuan-Bargeld auf 20.000 pro Person, Devisen im Wert von mehr als 5.000 US-Dollar sind anzumelden; beim Verlassen und bei der Rückkehr in die EU gilt die Anmeldepflicht ab 10.000 € nach der Verordnung (EU) 2018/1672. Artikel 8 der chinesischen Devisenverordnung untersagt, dass ausländische Währung im Land umläuft oder zur Bezahlung dient, soweit der Staat nichts anderes bestimmt. Euro tauschen Sie in Banken mit Wechselschild, bei zugelassenen Wechselstuben oder an Automaten mit dem entsprechenden Zeichen, wie der Pekinger Ratgeber aufzählt. An der Ladenkasse helfen Euro nicht weiter.

Sperren der Shanghaier U-Bahn mit QR-Leser und den Logos von UnionPay, Visa, Mastercard, American Express und JCB
Die Sperren der Station Nenjiang Road in Shanghai. Unter dem QR-Leser kleben die Logos der angenommenen Karten, darunter Visa und Mastercard.Station Nenjiang Road, Shanghai · 上海嫩江路站 · . Foto: Shwangtianyuan, CC BY-SA 4.0

Alipay, WeChat Pay oder beides?

Eine App genügt für die meisten Zahlungen. Die zweite kostet nichts und springt ein, wenn die erste Ihre Karte ablehnt.

Was beide gemeinsam haben

Beide zahlen an jedem Stand, der ihren Code zeigt, und beide folgen derselben Gebührenregel ab 200 Yuan. Die Kartennetze überschneiden sich weitgehend. WeChat veröffentlicht seine Bedingungen für ausländische Karten ausführlicher, weshalb die Grenzen von Alipay unten aus einer Drittquelle stammen. Dieselbe Karte in beiden Apps zu hinterlegen reicht; eine zweite Karte hilft erst, wenn beide Apps die erste ablehnen.

Wie viel Sie ausgeben dürfen

Im März 2024 hob die Zentralbank die Obergrenze für mobile Zahlungen ausländischer Besucher von 1.000 auf 5.000 US-Dollar pro Zahlung und von 10.000 auf 50.000 Dollar im Jahr an, wie der Bezahlratgeber der Zentralregierung im April 2024 festhielt. Darunter setzen die Apps eigene Grenzen. WeChat nennt für ausländische Karten 6.500 Yuan pro Zahlung, 50.000 im Monat und 65.000 im Jahr. Für Alipay gibt Wise 3.000 Yuan pro Zahlung, 50.000 im Monat und 60.000 im Jahr an. Eine größere Rechnung geht über die Karte am Terminal oder bar.

Ganz ohne App

Wo das Logo hängt, zahlen Sie mit der Karte direkt. In der U-Bahn geht das inzwischen auch ohne Handy. Peking öffnete seine Sperren am 13. September 2024 für kontaktlose Visa- und Mastercard-Karten aus dem Ausland, an 490 Stationen auf 27 Linien. Shanghai dehnte einen Versuch mit kontaktlosen Bankkarten am 28. Juni 2025 auf das ganze Netz aus, für Karten, bei denen kleine kontaktlose Zahlungen ohne PIN freigeschaltet sind. In Peking funktioniert auch der U-Bahn-Code in Alipay mit einer ausländischen Karte, Shanghai nimmt die Codes von Alipay, WeChat und der eigenen App Metro Daduhui an. Andere Städte haben eigene Regeln. Für Züge zwischen den Städten nimmt 12306 Visa, Mastercard, JCB und Diners Club ebenso wie Alipay und WeChat Pay, mehr dazu unter Zug fahren in China.

Apple Pay, PayPal und TenPayGo

Seit 2026 gibt es zwei neue Wege, beide über das Zahlungsnetz von Tencent.

TenPayGo, mit Apple Pay

TenPayGo ist eine Bezahl-App, die Tencent am 24. September 2026 für Besucher gestartet hat. Angemeldet wird mit einer E-Mail-Adresse, ohne chinesische Nummer und ohne WeChat-Konto; aufgeladen wird mit Apple Pay, einer ausländischen Karte aus sieben Netzen wie Visa und Mastercard oder einigen ausländischen Wallets, und bezahlt wird überall, wo WeChat Pay angenommen wird, berichtete Xinhua. Gebühren und Grenzen hat Tencent nicht veröffentlicht. Apple Pay mit einer deutschen Karte direkt am chinesischen Terminal bleibt undokumentiert; TenPayGo ist der Weg dorthin.

PayPal, vorerst nur für US-Konten

Seit dem 11. August 2026 können Nutzer mit einem US-Konto in der PayPal-App bei Händlern von WeChat Pay bezahlen, teilte PayPal mit. Weitere Länder sollen schrittweise folgen; ein Termin für Deutschland, Österreich oder die Schweiz ist nicht genannt.

Wenn die Zahlung nicht klappt

Für die meisten Fehler gibt es einen einfachen nächsten Schritt.

  • Die App lehnt Ihre Karte ab: dieselbe Karte in der anderen App hinterlegen oder eine Karte eines anderen Netzes; sonst bar zahlen.
  • Die App verlangt eine Prüfung: den Reisepass bereithalten.
  • Der Betrag übersteigt die Grenze der App: WeChat Pay endet bei 6.500 Yuan pro Zahlung mit ausländischer Karte, größere Rechnungen gehen über die Karte am Terminal oder bar.
  • Kein Netz oder leerer Akku: Bargeld und Karte am Terminal brauchen kein Handy, deshalb gehört beides ins Gepäck.
  • Die SMS mit dem Code kommt nicht an: zuerst den Spamfilter Ihres Anbieters prüfen.

Geht die Karte verloren, sperren Sie sie über den Sperr-Notruf, aus dem Ausland unter +49 116 116 oder, falls diese Nummer nicht erreichbar ist, +49 30 4050 4050, für alle teilnehmenden Banken. Eine N26-Karte sperren Sie in der App oder unter +49 30 7675 8333. Danach entfernen Sie die Karte auch in Alipay und WeChat.

Mehrwertsteuer zurück bei der Ausreise

Wer höchstens 183 Tage in China bleibt, bekommt einen Teil der Mehrwertsteuer auf Waren zurück, die in Geschäften mit dem Tax-Refund-Schild gekauft wurden. Seit April 2025 reichen 200 Yuan im selben Geschäft am selben Tag, Barerstattungen gehen bis 20.000 Yuan, und mehr Geschäfte erstatten gleich an der Kasse statt erst am Flughafen, teilte die Regierung mit. Beleg und Erstattungsformular aufheben, den Reisepass vorzeigen.

Vor der Abreise

  1. Drehen Sie Ihre Karten um: Mindestens eine sollte Visa oder Mastercard tragen, besser zwei Karten verschiedener Netze. Was die Reise insgesamt kostet, steht in Kosten einer China-Reise.
  2. Lesen Sie im Preisverzeichnis die Zeilen zu Fremdwährung und zu Zahlungen außerhalb des EWR, für Zahlung und Abhebung, und Ihr Tageslimit im Ausland.
  3. Geben Sie Asien in der Banking-App frei. Aus Österreich setzen Sie GeoControl für die Dauer der Reise aus.
  4. Installieren Sie Alipay und WeChat, registrieren Sie sich mit Ihrer deutschen Nummer und hinterlegen Sie die Karte. Beim Bezahlen brauchen beide mobile Daten, und eine Daten-eSIM hält beide Apps online, ohne chinesische Nummer. Als chinesische Dienste laufen sie in China ohne VPN.
  5. Prüfen Sie die Regeln für die visumfreie Einreise, und heben Sie nach der Ankunft an einem Automaten mit dem Logo Ihrer Karte ein erstes Bargeld ab.

Häufige Fragen

Funktioniert die EC-Karte in China? Als reine girocard nicht. Trägt dieselbe Karte das Logo von Visa Debit oder Debit Mastercard, läuft sie in China über dieses Netz, am Automaten wie in den Apps.

Braucht man in China eine Kreditkarte? Nicht unbedingt. Die Kartenlisten beider Apps nennen Netze, keine Kartenarten, und eine Debitkarte mit Visa Debit oder Debit Mastercard gehört zu diesen Netzen.

Kreditkarte oder Bargeld in China? Beides. Die Karte in der App deckt den Alltag ab, Bargeld die Fälle ohne Netz, ohne Code oder mit abgelehnter Karte. Bei großen Beträgen kann Bargeld günstiger sein, weil die 3 % der App wegfallen.

Welche Kreditkarte für China? Entscheidend sind drei Angaben aus dem Preisverzeichnis: ein Visa- oder Mastercard-Logo, ein niedriges Entgelt für Zahlungen in Fremdwährung und ein niedriges Mindestentgelt beim Abheben.

Wie richtet man Alipay als Tourist ein? App laden, Deutsch wählen, mit der Handynummer registrieren, eine Visa oder Mastercard hinterlegen und den Reisepass bereithalten, falls die App danach fragt.

Muss man die Kreditkarte für China freischalten? Das hängt von Ihrer Bank ab. Bei den Sparkassen regelt Card Control die Länder, in denen die Karte funktioniert. In Österreich sperrt GeoControl Abhebungen außerhalb Europas, bis Sie es aussetzen.

Kann man in China mit Revolut bezahlen? Eine Revolut-Karte ist eine Visa oder Mastercard, und die 3 % der App ab 200 Yuan gelten auch für sie. Für Umtausch nennt Revolut im Standard-Tarif in Deutschland 1.000 € im Monat ohne Aufschlag, darüber 0,5 % und am Wochenende 1 %. Abhebungen sind bis fünf Vorgänge oder 200 € im rollierenden Monat frei (Gebührenübersicht, Fassung vom 7. Mai 2026).

Kann man in China mit Apple Pay bezahlen? Nicht direkt an der Kasse mit einer deutschen Karte. Der Umweg heißt TenPayGo: mit E-Mail anmelden, Apple Pay als Zahlungsquelle eintragen und Codes von WeChat Pay scannen.

Kann man in China mit N26 bezahlen? Ja, die N26-Karte ist eine Mastercard. Zahlungen in Fremdwährung kosten bei N26 in allen Kontomodellen nichts; Abhebungen außerhalb des Euroraums sind bei Go und Metal frei und kosten bei Standard und Smart 1,7 %, laut Preisliste vom 26. Juni 2026.

Wie bezahlt man in China mit WeChat? Karte unter Me, Pay and Services, Wallet hinterlegen, dann den Code des Händlers scannen oder den eigenen Zahlungscode an der Kasse zeigen.

Wie bezahlt man ein Taxi in China? Bar geht immer, denn Bargeld darf nicht zurückgewiesen werden, und der Plan des Staatsrats von 2024 nennt den Verkehr ausdrücklich. Zeigt der Fahrer einen Code, zahlen Sie auch mit der App.