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The China Atlas

Praktisches · Einreise und Visum

China visumfrei: Regeln für Deutschland, Österreich, Schweiz

Wer ohne Visum nach China einreisen darf, wie die 30 Tage gezählt werden, was die Grenze verlangt und was über den 31. Dezember 2026 hinaus bekannt ist.

Stand: Veröffentlicht: 18 Min. Lesezeit

thechinaatlas.com/de/china-visumfrei

Menschenmenge auf der Uferpromenade des Bund in Shanghai bei Nacht, dahinter der beleuchtete Uhrturm
Die Uferpromenade am Bund in Shanghai an einem Sommerabend, vor dem Zollhaus mit Uhrturm und dem grünen Dach des Peace Hotel. Abends drängen sich hier die Spaziergänger.Der Bund, Shanghai · 上海外滩 · . Foto: A Chinese ID, CC BY-SA 4.0

Wer einen deutschen, österreichischen, Schweizer oder liechtensteinischen Pass hat, kommt ohne Visum nach China und darf je Einreise bis zu 30 Tage bleiben. Die Regelung ist befristet, sie läuft am 31. Dezember 2026 um 24:00 Uhr aus, und sie ist an Bedingungen geknüpft. Zwei davon verdienen genaues Lesen: die Passgültigkeit und die Arrival Card.

Abflughalle von Terminal 1 des Flughafens Shanghai Pudong mit Reisenden unter dem geschwungenen Dach
Der Wartebereich an den Flugsteigen von Terminal 1 in Shanghai Pudong, unter dem blauen Dach mit seinen hellen Streben.Shanghai Pudong International Airport, Terminal 1 · 上海浦东国际机场 · 31°08′45″ N 121°47′58″ O · . Foto: Wyanhache, CC BY-SA 4.0

Wer ohne Visum einreisen darf

Die einseitige Visumbefreiung gilt für 50 Länder. Die Botschaft der Volksrepublik China in Berlin führt sie in ihrer FAQ zur einseitigen Visumbefreiung vollständig auf; der Stand dieser Liste ist der 5. März 2026. Für den deutschsprachigen Raum ist das Ergebnis eindeutig: alle vier Länder sind erfasst.

RegionLänderDarunter
Europa35Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Vereinigtes Königreich, Russland, Schweden
Asien7Japan, Südkorea, Brunei, Saudi-Arabien, Oman, Kuwait, Bahrain
Amerika6Kanada, Brasilien, Argentinien, Chile, Peru, Uruguay
Ozeanien2Australien, Neuseeland

Stand:

Nicht auf der Liste stehen unter anderem die Vereinigten Staaten, Indien und die Türkei. Deren Staatsangehörige brauchen weiterhin ein Visum, auch mit Wohnsitz im DACH-Raum.

Vorausgesetzt wird ein gewöhnlicher Reisepass. Wer mit einem Dienst- oder Diplomatenpass reist, fällt unter andere Regeln, und wer nur einen Reiseausweis, einen vorläufigen oder einen Notpass besitzt, ist von der Visumbefreiung ausdrücklich ausgenommen.

Deutschland

Deutsche Staatsangehörige mit gewöhnlichem Reisepass reisen ohne Visum ein und dürfen sich je Einreise bis zu 30 Tage aufhalten. Die Botschaft in Berlin hat die Verlängerung am 3. November 2025 bekanntgegeben. Sie schreibt „bis zu 24:00 Uhr am 31. Dezember 2026“.

Österreich

Für österreichische Staatsangehörige gilt dasselbe. Österreich steht in der Länderliste der Botschaft unter den 35 europäischen Staaten, und es gelten dieselben 30 Tage, dieselben Reisezwecke und dieselbe Befristung. Ein eigenes Verfahren, eine Voranmeldung oder eine Registrierung bei einer österreichischen Stelle gibt es nicht.

Schweiz und Liechtenstein

Die Schweiz und Liechtenstein stehen beide in derselben Liste, obwohl keines der beiden Länder der Europäischen Union angehört. Die Visumbefreiung knüpft an die Staatsangehörigkeit an, nicht an die EU-Mitgliedschaft.

Ein Unterschied betrifft allerdings nur Liechtenstein, und er wird weiter unten wichtig: Liechtenstein ist bei der 30-Tage-Befreiung dabei, beim visumfreien Transit über 240 Stunden jedoch nicht, und ebenso wenig auf der Liste der 61 Länder, deren Bürger 30 Tage visumfrei nach Hainan reisen dürfen; Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen auf beiden, laut der Einwanderungsbehörde. Wer einen liechtensteinischen Pass hat, verliert also mit dem Auslaufen der Befreiung mehr als ein Schweizer oder ein Deutscher.

Wohnsitz im DACH-Raum, aber ein anderer Pass

Die Befreiung folgt dem Pass, nicht dem Wohnort. Wer in Berlin, Wien oder Zürich lebt, aber einen türkischen, indischen, iranischen oder ukrainischen Pass besitzt, fällt nicht darunter und braucht weiterhin ein Visum. Einige Pässe, die nicht auf der Liste stehen, kommen über ein zweiseitiges Abkommen trotzdem ohne Visum ins Land: der serbische für 30 Tage ab Einreise, der albanische und der bosnische für 90 Tage innerhalb von 180 Tagen, laut der Liste des chinesischen Außenministeriums, Stand 29. Mai 2026. Für Studium oder Arbeit braucht es auch dann ein Visum. Eine unbefristete Niederlassungserlaubnis, eine Aufenthaltskarte oder ein langjähriger Wohnsitz ändern daran nichts. Maßgeblich ist allein die Staatsangehörigkeit.

Bei mehreren Staatsangehörigkeiten kommt es darauf an, mit welchem Pass eingereist wird. Wer neben einem nicht erfassten Pass auch einen deutschen, österreichischen oder Schweizer besitzt, reist mit diesem ein und muss ihn bei der Ausreise wieder vorlegen, weil der Einreisestempel darin steht.

Umgekehrt gilt die Befreiung für einen Deutschen unabhängig davon, wo er lebt: Die Botschaft stellt ausdrücklich klar, dass die Abreise aus jedem beliebigen Drittland erfolgen darf. Wer in Bangkok oder Dubai lebt oder von dort weiterreist, ist genauso erfasst wie jemand, der in Frankfurt startet.

Anzeigetafel und Abfertigungsschalter in der Abflughalle von Terminal 2 in Shanghai Pudong
Die Abflughalle von Terminal 2 in Shanghai Pudong, mit den Check-in-Reihen und der Abflugtafel unter dem geschwungenen Dach.Shanghai Pudong International Airport, Terminal 2 · 上海浦东国际机场 · 31°09′12″ N 121°48′16″ O · . Foto: Windmemories, CC BY-SA 4.0

Wie lange darf man bleiben?

Die Aufenthaltsdauer wird ab dem Tag nach der Einreise gerechnet und umfasst dann 30 Kalendertage. Der Ankunftstag zählt nicht mit. Das steht so in der FAQ der Botschaft und verschiebt die Abreise gegenüber der naheliegenden Rechnung um einen Tag, und zwar zugunsten des Reisenden. Ein Monat reicht für alle drei Routen der China-Rundreise, von zehn Tagen bis zu drei Wochen.

Gezählt werden Kalendertage, nicht Werktage, und die Uhrzeit der Ankunft spielt keine Rolle.

Mehrfache Einreisen ohne Obergrenze

Man darf die Visumbefreiung mehrfach nutzen. Laut der FAQ der Botschaft vom 5. März 2026 gibt es weder eine Obergrenze für die Zahl der Einreisen noch für die Summe der Aufenthaltstage, und es ist kein Mindestabstand zwischen zwei Einreisen vorgeschrieben. Jede Einreise eröffnet einen neuen 30-Tage-Zeitraum.

Die Botschaft verbindet diese Auskunft mit einer Einschränkung: Wer die Befreiung nutzt, darf keinen Tätigkeiten nachgehen, die dem angegebenen Einreisezweck widersprechen. Wer mehrfach kurz hintereinander einreist, sollte also damit rechnen, dass nach dem Zweck gefragt wird.

Wenn die 30 Tage nicht reichen

Wer von vornherein länger bleiben will, beantragt vor der Abreise ein Visum, das dem Reisezweck entspricht. Wer bereits im Land ist und aus einem triftigen Grund länger bleiben muss, beantragt bei der Ausländerbehörde der örtlichen Polizei ein Aufenthaltsdokument.

Wer einfach bleibt, fällt unter Artikel 78 des Ein- und Ausreisegesetzes: Verwarnung, in schweren Fällen 500 Yuan pro Tag, gedeckelt bei 10 000 Yuan, oder Gewahrsam von fünf bis fünfzehn Tagen.

Für Reisende mit Kindern enthält derselbe Artikel eine eigene Bestimmung: Halten sich Minderjährige unter 16 Jahren unerlaubt im Land auf, weil die Aufsichtspflichtigen ihrer Pflicht nicht nachgekommen sind, können diese verwarnt und mit bis zu 1 000 Yuan belegt werden. Die Frist läuft für jedes Familienmitglied einzeln, auch wenn alle am selben Tag eingereist sind.

Automatische Kontrollschleusen der chinesischen Grenzkontrolle mit der Aufschrift China Immigration Inspection
Die automatischen Schleusen der Grenzkontrolle am Flughafen Peking-Daxing, auf Chinesisch und Englisch als Selbstabfertigung beschildert.Flughafen Peking-Daxing · 北京大兴国际机场 · 39°30′39″ N 116°24′39″ O · . Foto: N509FZ, CC BY-SA 4.0

Was bei der Einreise verlangt wird

Reisepass und Nachweise

Die FAQ der Botschaft verlangt einen gewöhnlichen Reisepass, der für die Dauer des geplanten Aufenthalts gültig ist. Sechs Monate Restgültigkeit setzt sie nicht voraus.

Fluggesellschaften haben eigene Beförderungsbedingungen, die strenger sein können als die Einreiseregel.

Einladungsschreiben, Flugtickets und Hotelbuchungen sind empfohlen, nicht vorgeschrieben. Die Botschaft rät dazu, Unterlagen mitzuführen, die zum angegebenen Einreisezweck passen. Als Voraussetzung gelten sie nicht.

Die Einreise erfolgt über alle für Ausländer geöffneten Grenzübergänge, zu Wasser, zu Land und in der Luft. Die Visumbefreiung ist nicht auf Flughäfen beschränkt, was bei der Einreise aus Hongkong, Macau oder über eine Landgrenze den Unterschied macht.

Die Arrival Card: Pflicht, kostenlos, online freiwillig

Seit dem 20. November 2025 kann die Einreisekarte online ausgefüllt werden. Die amtliche Mitteilung beschreibt drei Wege: vorab im Internet über das Portal der Einwanderungsbehörde, vor Ort durch Scannen des QR-Codes oder an einem Selbstbedienungsterminal. Oder weiterhin auf Papier.

Ausfüllen müssen Sie die Karte, frei ist nur der Weg: Die Vorab-Eingabe ist eine Erleichterung, keine Pflicht. Empfohlen wird sie dennoch: Sie erzeugt einen QR-Code, der an der Kontrolle nur noch gescannt wird. Wer sie erst vor Ort über den QR-Code ausfüllen will, braucht dafür eine Datenverbindung, und welche in China ohne Umweg funktioniert, steht unter eSIM für China. Was sich vor dem Abflug außerdem einzurichten lohnt, ist das mobile Bezahlen, erklärt unter in China bezahlen.

Von der Arrival Card ausgenommen sind genau sieben Gruppen:

  1. Inhaber einer Daueraufenthaltskarte der Volksrepublik China;
  2. Nicht-chinesische Staatsangehörige mit Reiseerlaubnis für Einwohner von Hongkong und Macau;
  3. Inhaber eines Gruppenvisums sowie Gruppen mit Visumbefreiung;
  4. Personen im Direkttransit binnen 24 Stunden, die den abgegrenzten Bereich nicht verlassen;
  5. Personen, die mit einem Kreuzfahrtschiff ein- und mit demselben wieder ausreisen;
  6. Personen, die den e-Channel benutzen;
  7. Ausländisches Personal von Verkehrsmitteln im grenzüberschreitenden Verkehr.

Die amtliche Adresse lautet s.nia.gov.cn/ArrivalCardFillingPC/, die Auskunft der Einwanderungsbehörde ist unter +86-10-12367 erreichbar.

Die Einwanderungsbehörde hat am 5. Dezember 2025 eine eigene Warnung veröffentlicht: Im Ausland betriebene Websites geben sich als amtliche Plattform aus und kassieren Gebühren für das Ausfüllen der Arrival Card.

Die Karte ist kostenlos. Jede Seite, die dafür Geld verlangt, ist nicht die amtliche Stelle.

Was die Grenzkontrolle prüft

Die Grenzbehörden prüfen, ob der Einreisezweck zu den befreiten Zwecken gehört. Passt er nicht, oder liegt ein anderer gesetzlicher Einreiseverweigerungsgrund vor, wird die Einreise verweigert. Für Minderjährige gelten dieselben Bedingungen wie für Erwachsene; ein eigener Pass ist erforderlich.

Seit dem 15. September 2026 gilt zudem eine Verordnung des Staatsrats, Erlass Nr. 841: Wer an der Grenze falsche Unterlagen vorlegt oder falsche Angaben macht, kann für ein bis fünf Jahre mit einer Einreisesperre belegt werden. Reisende müssen außerdem auf Verlangen Unterlagen und elektronische Daten vorlegen.

Muss man sich bei der Polizei anmelden?

Nur wer nicht im Hotel wohnt. Die Pflicht steht in Artikel 39 des Ein- und Ausreisegesetzes und gilt unabhängig vom Visum.

Im Hotel

Wer im Hotel übernachtet, muss nichts tun. Das Hotel nimmt die Anmeldung vor und übermittelt die Daten an die örtliche Polizeibehörde. Deshalb wird der Pass beim Einchecken eingescannt.

Versäumt das Hotel die Meldung, trifft die Sanktion das Hotel und nicht den Gast: Das Gesetz sieht dafür eine Verwarnung vor, in schweren Fällen eine Geldbuße zwischen 1 000 und 5 000 Yuan. Praktisch heißt das: Wer im Hotel wohnt, hat mit der Anmeldepflicht nichts zu tun, und das gilt auch dann, wenn er mehrfach innerhalb Chinas umzieht. Jedes Hotel meldet neu.

Privatunterkunft und Ferienwohnung

Wer nicht im Hotel wohnt, also bei Freunden, in einer angemieteten Wohnung oder in einer Ferienunterkunft, muss sich binnen 24 Stunden nach der Ankunft bei der Ausländerbehörde der örtlichen Polizei anmelden. Die Pflicht trifft den Gast oder die Person, die ihn beherbergt. Seit dem 21. September 2026 geht das landesweit auch online, über die Website oder die App 12367 der Einwanderungsbehörde oder ihre Miniprogramme in WeChat und Alipay, mit derselben Wirkung wie der Gang zur Wache.

Danach werde ich am häufigsten gefragt, und übersehen wird es trotzdem ständig. Es trifft gerade diejenigen, die bewusst nicht im Hotel wohnen wollen.

Mitzubringen sind der Reisepass mit dem Einreisestempel und eine Angabe zur Adresse; wer beherbergt, sollte einen Nachweis über die Wohnung dabeihaben. Wer persönlich hingeht: Zuständig ist die Dienststelle am Ort der Unterkunft, nicht die am Ankunftsflughafen. Wer innerhalb Chinas in eine andere Stadt weiterzieht und dort wieder privat wohnt, meldet sich dort erneut an.

Welche Reisezwecke gedeckt sind

Was gedeckt ist

Die Befreiung gilt für Geschäftsreisen, Tourismus, Besuche bei Familie und Freunden, Austausch- und Besuchsreisen sowie den Transit. Ob man einzeln reist oder in einer Reisegruppe, macht keinen Unterschied.

Die Botschaft nennt darüber hinaus ausdrücklich Sportwettkämpfe, Konferenzen und Messen sowie Studienreisen einschließlich Sommer- und Wintercamps, sofern der Aufenthalt 30 Tage nicht überschreitet und ein gültiger gewöhnlicher Reisepass vorliegt.

Diese Klarstellung hilft, weil sich solche Reisen weder eindeutig als Tourismus noch als Geschäftsreise einordnen lassen.

Nicht gedeckt: Arbeit, Studium, journalistische Arbeit

Wer zum Arbeiten, zum Studieren oder zur journalistischen Berichterstattung einreist, fällt nicht unter die Befreiung und braucht ein Visum, das dem Zweck entspricht.

Die Botschaft in Berlin ist am 16. Februar 2026 konkreter geworden und hat die Fälle aufgelistet, in denen die Einreise ohne Visum regelmäßig verweigert wird:

  1. Kung Fu lernen, etwa Meihuaquan oder Tai Chi
  2. Teilnahme an Sprach- und Kulturkursen
  3. Künstlerische Auftritte mit kommerziellem Charakter
  4. Aufzeichnung von TV- oder Online-Shows, sportliche Wettkämpfe ausgenommen
  5. Dreharbeiten für Filme, Serien, Dokumentationen und Werbung
  6. Interviews, Berichterstattung, Dreharbeiten für Nachrichten
  7. Ein Praktikum
  8. Kurzfristige Arbeitsaufträge, etwa Lehr- oder Modeltätigkeiten

Die ersten beiden Punkte überraschen am meisten: Ein Sprachkurs oder ein Trainingsaufenthalt in einer Kampfkunstschule liest sich für die meisten wie Urlaub, fällt aber nicht darunter. Die Botschaft bezeichnet die Liste ausdrücklich als Orientierung und nicht als abschließend.

Der Graubereich, den die Regelung nicht ausdrücklich behandelt, ist die Fernarbeit für einen Arbeitgeber außerhalb Chinas während eines touristischen Aufenthalts. Wer darauf angewiesen ist, sollte sich nicht auf eine Auslegung verlassen, die keine Behörde schriftlich bestätigt hat.

Wenn es nur ein Zwischenstopp ist

Der Transit ist eine eigene Regelung mit eigenen Bedingungen. Die Einwanderungsbehörde hat sie am 20. August 2026 in einer Übersicht zusammengefasst.

24-Stunden-Transit240-Stunden-Transit
Weralle Staatsangehörigkeiten57 Länder, darunter DE, AT, CH (nicht LI)
Woalle geöffneten Grenzübergänge65 ausgewiesene Übergänge in 24 Provinzen
Wie lange24 Stunden10 Tage
Bewegungsfreiheitnur der abgegrenzte Bereich des Übergangsdie zugelassenen Gebiete
Ticketbestätigtes Anschlussticket in ein Drittlandbestätigtes Anschlussticket in ein Drittland

Stand:

24 Stunden ohne Verlassen des Flughafenbereichs

Der 24-Stunden-Transit gilt an allen geöffneten Grenzübergängen und für Angehörige aller Staaten. Voraussetzung sind gültige Reisedokumente und ein bestätigtes Anschlussticket in ein Drittland; der abgegrenzte Bereich des Grenzübergangs darf nicht verlassen werden. Wer ihn verlassen will, braucht eine vorläufige Einreisegenehmigung der Grenzkontrolle.

240 Stunden: 57 Länder, 65 Grenzübergänge

Der 240-Stunden-Transit, also zehn Tage, gilt für Angehörige von 57 Ländern, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Einreise ist über 65 ausgewiesene Grenzübergänge in 24 Provinzen möglich, der Aufenthalt ist auf die zugelassenen Gebiete beschränkt.

Auf 55 Länder kam die Liste mit Indonesien am 12. Juni 2025, die Zahl der Übergänge stieg am 5. November 2025 von 60 auf 65, und eine Bekanntmachung vom 20. August 2026 nahm Kirgisistan und Vietnam auf. Die zehn Tage zählen ab Mitternacht des Tages nach der Einreise, und Reisen zwischen den 24 Provinzen sind seit dem 17. Dezember 2024 erlaubt. Zehn Tage genügen, um eine Stadt auf der Durchreise gründlich zu sehen; das Wichtigste steht in den Reiseführern zu Peking und Shanghai.

Warum der Transit kein Ersatz für die Visumbefreiung ist

Der Transit setzt ein bestätigtes Anschlussticket in ein Drittland voraus. Eine gewöhnliche Hin- und Rückreise von Frankfurt, Wien oder Zürich nach China und zurück erfüllt diese Bedingung nicht.

Sollte die Visumbefreiung auslaufen, ersetzt der Transit sie deshalb nur für Reisen, die in ein Drittland weiterführen. Für Liechtenstein steht er ohnehin nicht zur Verfügung.

Nächtliche Ansicht des Victoria Harbour mit den beleuchteten Hochhäusern von Hong Kong Island und Kowloon
Victoria Harbour bei Nacht vom Victoria Peak aus, mit Kowloon auf der anderen Seite des Hafens.Victoria Peak, Hong Kong · 太平山 · 22°16′17″ N 114°09′00″ O · . Foto: Benh LIEU SONG, CC BY-SA 4.0

Hongkong und Macau zählen getrennt

Beide Sonderverwaltungsregionen haben eine eigene Einreisekontrolle. Die Visumbefreiung für das chinesische Festland gilt dort nicht, und umgekehrt.

Wer von Hongkong oder Macau auf das Festland zurückreist, reist erneut ein, auch mit dem Schnellzug ab West Kowloon, den der Ratgeber Zug fahren in China beschreibt. Da die Visumbefreiung mehrfach genutzt werden darf und weder die Zahl der Einreisen noch die Summe der Tage begrenzt ist, beginnt damit ein neuer 30-Tage-Zeitraum, gerechnet ab dem Tag nach der Wiedereinreise.

Hongkong: eigene Einreise, 90 Tage

Das Immigration Department von Hongkong führt Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein übereinstimmend mit 90 Tagen visumfreiem Aufenthalt. Das ist eine eigene Regelung Hongkongs, unabhängig von der Befreiung für das Festland und nicht an deren Befristung gebunden.

Macau: eigene Regeln

Macau setzt seine Einreisebedingungen eigenständig fest, und zwar unabhängig sowohl vom Festland als auch von Hongkong. Zuständig ist der Migrationsdienst der Polizei von Macau, dessen Angaben für die jeweils geltende Aufenthaltsdauer maßgeblich sind.

Für die Reiseplanung zählt vor allem die Struktur: Ein Abstecher von Zhuhai nach Macau ist eine Ausreise aus dem Festland, die Rückfahrt eine erneute Einreise. Wer an einem Tag von Hongkong über Macau nach Zhuhai fährt, überquert zwei Grenzen und passiert drei Einreisekontrollen.

Wenn doch ein Visum nötig ist

Ein Visum brauchen Sie, wenn Ihr Pass nicht auf der Liste steht, wenn Sie länger als 30 Tage bleiben oder zum Arbeiten und Studieren reisen, und ab dem 1. Januar 2027 alle, falls die Befreiung nicht verlängert wird.

Wo und wie Sie es beantragen

Anträge nehmen die vier chinesischen Visazentren in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München an; Frankfurt ist auch für Nordrhein-Westfalen zuständig. Das Formular wird online auf der Seite der Visazentren ausgefüllt, die Unterlagen werden hochgeladen, der Pass wird danach im Zentrum abgegeben. Fingerabdrücke entfallen bis zum 31. Dezember 2026 für Kurzzeitvisa bis 180 Tage, ebenso für Kinder unter 14 und Menschen über 70; wer davon befreit ist, kann auch per Post beantragen.

Was es kostet und wie lange es dauert

Für Bürger des Schengenraums kostet das Visum bis zum 31. Dezember 2026 ermäßigte 45 €, für jede Zahl von Einreisen, laut der Mitteilung der Botschaft. Mit der Servicegebühr des Zentrums kommen 110,45 € im Normalverfahren zusammen, 155,25 € im Express- und 177,15 € im Eilverfahren. Das Normalverfahren dauert etwa vier Arbeitstage, per Post etwa zehn. Für andere Staatsangehörigkeiten weicht die Visumgebühr ab.

Was passiert nach dem 31. Dezember 2026?

Die Befreiung für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein läuft am 31. Dezember 2026 um 24:00 Uhr aus. Für den Zeitraum danach war am 4. November 2026 nichts bekanntgegeben.

Die Befristung ist im Übrigen nicht für alle Länder dieselbe: für Brunei gilt die Befreiung ohne Endtermin, für die übrigen Staaten bis zum 31. Dezember 2026.

Die Chronologie, mit dem Erlass zu jeder Änderung

DatumWas entschieden wurde
24. November 2023Deutsche Staatsangehörige dürfen ab dem 1. Dezember 2023 für 15 Tage visumfrei einreisen, zunächst für ein Jahr
30. November 2024Die Aufenthaltsdauer steigt von 15 auf 30 Tage, neun weitere Länder kommen hinzu
3. November 2025Verlängerung bis zum 31. Dezember 2026, 24:00 Uhr
5. November 2025Die Transitregelung gilt an 65 statt 60 Grenzübergängen
10. November 2025Schweden kommt hinzu
20. November 2025Die Arrival Card kann online ausgefüllt werden
17. Februar 2026Kanada und das Vereinigte Königreich kommen hinzu, die Liste steht seither bei 50 Ländern
20. Mai 2026Russland wird bis zum 31. Dezember 2027 verlängert
20. August 2026Kirgisistan und Vietnam kommen zur Transitregelung hinzu, nun 57 Länder

Stand:

Die älteste Zeile dieser Tabelle steht unverändert im Netz, geprüft am 16. September 2026. Die Mitteilung der deutschen Auslandsvertretungen von 2023 nennt weiterhin 15 Tage. Wer sie findet und für aktuell hält, plant mit der Hälfte der Zeit, die ihm zusteht.

Der einzige Präzedenzfall dieses Jahres

Für Russland galt die Befreiung zunächst vom 15. September 2025 bis zum 14. September 2026. Das ist eine ähnlich knappe Befristung wie die, die den DACH-Raum zum Jahresende trifft.

Am 20. Mai 2026, also knapp vier Monate vor Ablauf, hat das chinesische Außenministerium die Verlängerung bekanntgegeben, und zwar gleich bis zum 31. Dezember 2027.

Daraus lässt sich nichts über die Entscheidung zum DACH-Raum ableiten. Festhalten lässt sich zweierlei: Entscheidungen dieser Art werden einige Monate vor Ablauf getroffen, und der Zeithorizont 31. Dezember 2027 ist bereits in Gebrauch. Wer eine Reise für das Frühjahr 2027 plant, hat also gute Aussichten, rechtzeitig Klarheit zu bekommen. Verlassen sollte er sich darauf nicht.

Erwähnenswert ist noch, dass die FAQ der Botschaft in Berlin für Russland weiterhin den 14. September 2026 nennt. Auch amtliche Seiten laufen der Rechtslage hinterher.

Häufige Fragen

Ist China visumfrei für Deutsche? Ja, bis zum 31. Dezember 2026: mit gewöhnlichem Reisepass bis zu 30 Tage je Einreise.

Braucht man für China ein Visum als Österreicher? Nein, unter denselben Bedingungen wie für Deutsche: gewöhnlicher Reisepass, höchstens 30 Tage, gedeckter Reisezweck.

Braucht man für China ein Visum als Schweizer? Nein. Die Schweiz steht in der Länderliste der Botschaft, ebenso Liechtenstein. Die EU-Mitgliedschaft spielt für die Befreiung keine Rolle.

Wie lange darf man visumfrei in China bleiben? 30 Tage je Einreise; der erste ist der Tag nach der Ankunft.

Braucht man für einen Zwischenstopp in China ein Visum? Nein. Wer den abgegrenzten Bereich des Flughafens nicht verlässt, kann 24 Stunden bleiben. Darüber hinaus gibt es den 240-Stunden-Transit für 57 Länder. Er verlangt aber ein Anschlussticket in ein Drittland.

Wie lange muss der Reisepass bei der Einreise noch gültig sein? Für die Dauer des geplanten Aufenthalts; sechs Monate Restgültigkeit verlangt die Visumbefreiung nicht.

Gilt die Visumbefreiung auch für Hongkong und Macau? Nein. Beide haben eine eigene Einreisekontrolle. Hongkong gewährt Deutschen, Österreichern, Schweizern und Liechtensteinern 90 Tage; Macau regelt das eigenständig.

Muss die Einreise vorher angemeldet werden? Bei einer Botschaft oder einem Konsulat nicht. Die Arrival Card kann vorab online ausgefüllt werden, ist aber auch am Grenzübergang oder auf Papier möglich. Und sie ist kostenlos.

Was gilt, wenn der Reisepass in China verloren geht? Der Einreisestempel ist damit weg, und ohne ihn lässt sich die Einreise nicht belegen. Die Grenzkontrolle prüft in diesem Fall Identität, Einreisedatensatz oder Verlustanzeige sowie die Bescheinigung der eigenen Botschaft in China. Stimmt alles und liegt keine Überschreitung der Frist vor, wird die Ausreise mit dem Ersatzdokument ermöglicht. Liegt eine Überschreitung vor, wird sie vorher geahndet.

Was passiert, wenn man länger als 30 Tage bleibt? Eine Verwarnung, in schweren Fällen 500 Yuan je Tag bis 10 000 Yuan oder fünf bis fünfzehn Tage Gewahrsam (Artikel 78 des Ein- und Ausreisegesetzes). Mit triftigem Grund beantragt man vor Fristende ein Aufenthaltsdokument bei der Ausländerbehörde der örtlichen Polizei.